Europa erleben: Schüler aus Oberschlesien entdecken das Rheinland

Im Rahmen des Seminars „Deutsche und Polen – Europäische Nachbarschaft“ war eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Oberschlesien vom 15. bis 20. März zu Gast im Rheinland. Die Leitung lag in den bewährten Händen von Joachim Karwoczik und Bundesgeschäftsführer Damian Spielvogel sowie Tobias Schulz, dem Bundesvorsitzenden der Jugendorganisation „Junges Schlesien“.
Nach der Anreise und einem ersten Kennenlernen am Sonntag startete am Montag das inhaltliche Programm: Im Fokus standen spannende Einblicke in die gemeinsamen historischen Verbindungen zwischen Schlesien und dem Rheinland – unter anderem zur Rolle der Zisterzienser. Am Nachmittag folgte eine Exkursion nach Köln, wo die Teilnehmer schlesischen Spuren nachgingen und den Kölner Dom besichtigten.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Erinnerungskultur und regionalen Geschichte: Bei einer Spurensuche im Bergischen Land besuchte die Gruppe die Ostdeutsche Gedenkstätte in Velbert sowie Gräber polnischer und russischer Zwangsarbeiter. Besonders wertvoll war dabei auch der persönliche Austausch vor Ort. Begleitet wurde die die Besuchergruppe zudem von der Velberter Ratsfrau Dominika Barszczak, die erst seit wenigen Wochen Mitglied der Landsmannschaft Schlesien ist.
Am Nachmittag ging es weiter ins Oberschlesisches Landesmuseum in Ratingen, wo die Teilnehmer im Rahmen einer Führung durch Museumsdirektor Dr. David Skrabania tiefere Einblicke in die Geschichte und Kultur ihrer Heimatregion erhielten.
Die letzten beiden Seminartage standen ganz im Zeichen von Strukturwandel, Erinnerungskultur und politischer Bildung. Am Mittwoch führte der Weg ins Ruhrgebiet: Bei der Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturwandel einer ganzen Region. Am Nachmittag stand die besondere Städtepartnerschaft zwischen Essen und Hindenburg (Zabrze) im Mittelpunkt – verbunden mit einem Besuch der Hindenburger Heimatsammlung im Haus der Geschichte der Stadt Essen, fachkundig begleitet durch Dr. Veronika Grabe.
Der Donnerstag begann im Haus Schlesien mit einer Führung durch das Museum durch Florian Paprotny und Adam Wojtala sowie einer intensiven Nachbereitung. Besonders eindrucksvoll war der anschließende Austausch mit Vertretern der in Schlesien verbliebenen Erlebnisgeneration. Am Nachmittag ging es dann nach Bonn: Im ehemaligen Regierungsviertel sowie im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland konnten die Teilnehmer deutsche Zeitgeschichte hautnah erleben.
Am Freitag hieß es dann nach einer spannenden und ereignisreichen Woche Abschied nehmen. Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars!